Rassen unserer Mitglieder und Züchter

Rassen des Jahres 2020  


Kaninchen:  Kleinwidder blau-weiß 

 (Foto:ZDRK) 


 Die Deutschen Kleinwidder wurden seit 1954 gezüchtet und ab 1968 offiziell als Rasse anerkannt. Mit einem Mindestgewicht von 2,50 kg und einem Höchstgewicht von 3,50 kg gehören sie zu den kleinen Rassen. Sie erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Züchterinnen und Züchtern in Deutschland.

Der Körper des Deutschen Kleinwidder ist gedrungen und breitschultrig. Das Fellhaar ist mittellang mit gleichmäßiger Begrannung und verfügt über ein sehr dichtes Unterhaar. Rassetypische Merkmale sind die Kopfbildung und der Behang. Der stark ausgeprägte Widderkopf ist kurz und kräftig mit breiter Stirn und Ramsnase. Die Behanglänge beträgt 30 -36 cm. In der Mitte der Stirnpartie sollte ein weißer Stirnfleck vorhanden sein. Die Mantelzeichnung erfasst den Rumpf und bedeckt den Rücken vom Genick bis zum Blumenansatz, die Flanken sowie die Oberseite der Blume. Die Brust sollte völlig weiß sein, ebenso die Vorderläufe im Vorderfußbereich, die Hinterläufe und die Unterseite der Blume. Die Zeichnungsfarbe „blau“ sollte kräftig mittel- bis dunkelblau und mit einem guten Glanz versehen sein.  (PM)

 

 



Rassetauben:  Thüringer Flügeltauben

(Foto:BDRG)


Rassemerkmale, Farben, Zuchtstand und Verbreitung

Die Thüringer Flügeltaube soll eine langgestreckte elegante Feldtaubenfigur verkörpern. Bei einer waagerechten Körperhaltung kommt die volle, breite Brust richtig zur Geltung. Flachbrüstige Tiere haben oft eine leicht aufrecht weisende Haltung und diese wird nach dem heutigen Zuchtstand herabgestuft. Tauben, die zu lang wirken, haben meistens nur längere Schwanzfedern, die das Gesamtbild beeinflussen. In Zentimetern kann man die Länge schlecht angeben, ein Alttäuber ist nun einmal etwas größer als eine Jungtäubin und die stehen auf Ausstellungen hintereinander. Als Richtmaß und Orientierung gilt, dass die Schwanzfeder nur maximal eine Schwanzfederbreite über das Ende der Handschwingen herausragen sollte. Eine zu lange Schwanzfeder beeinflusst den Gesamteindruck nachteilig und diese Tauben sollten in der Zucht nicht mehr eingesetzt werden. Der Hals kommt voll aus der Brust und verjüngt sich mit guter Auskehlung. Der elegante Kopf soll länglich und deutlich abgerundet sein, eine flache Kopfplatte gehört der Vergangenheit an und ist stark fehlerhaft. Der mittellange Schnabel ist an seiner Spitze leicht gebogen, zur Stirn hin muss ein Winkel unbedingt vorhanden sein. Der Unterschnabel ist bei allen Farbenschlägen hellhornfarbig, der Oberschnabel ist bei den Schwarzen und Blauen schwarz, bei den Blaufahlen mit Unterfarben horn- bis dunkelhornfarbig und bei den Roten und Gelben hellhornfarbig. Bei den schwarzen Schnäbeln muss das Nasenloch nicht bis innen durchgefärbt sein, jedoch werden eine helle Leiste am Oberschnabel und zu helle und große Nasenöffnungen immer zurückgesetzt. Die Schnabelwarze ist wenig entwickelt und weiß gepudert. Das dunkle Auge wird von einem schmalen gut abgedeckten und roten Augenrand umgeben, je nach Farbschlag rötlich bis leuchtend rot, kein dunkles Heidelbeerrot. Breite und matte Augenränder entwerten. Die Füße sind mittellang und unbefiedert, die Krallenfarbe bleibt ohne Bedeutung. (PM)